Endlich wieder Eisfläche im Dorf.
Das herrliche Winterwetter des Wochenendes nutzte Alt und Jung der
Buchhausener Männerwelt um einer Freizeitbeschäftigung nachzugehen
der man schon lange nicht mehr frönen konnte, dem Eisstockschießen.
Die letzten beiden Winter mussten die Eisstock- und Schlittschuhliebhaber
darauf verzichten weil die schneereichen Monate und niedrigen Temperaturen
die Bildung einer adäquaten Eisfläche im dem dafür
geschaffenen Areal in der Dorfmitte verhinderten.
Man setzte die Hoffnung wieder auf diesen Winter und hatte um Weihnachten
schon mal Wasser eingelassen doch die Temperaturen spielten dem Vorhaben
einen Streich. Erst die sibirische Kälte der letzten Woche schuf
in dem 27 mal sechs Meter großen Becken das Eis und die Kinder
des Dorfes gingen bereits am Mittwoch daran ihre Runden auf Schlittschuhen
zu drehen und Eishockey zu spielen. Am Sonntag waren nun die Eisstockschützen
dran und so schallte es des Öfteren "Sexe - Neine - Aus"
aus der Buchhausener Dorfmitte. -rb-
Nach zwei "Eislosen" Wintern können
die Buchhausener wieder im Dorf dem Eisstockschießen nachgehen
Vom "Spiegelei" und "pieslgelben Unterseeboot"
Hubert Treml und Franz Schuier begeistern mit Jubiläumsprogramm
Buchhausen. (rb)
Mit Welthits von den Beatles, Bruce Springsteen und anderen Künstlern
in Oberpfälzischer Sprache bewiesen Hubert Treml und Franz Schuier
am vergangenen Samstag zum dritten Male im Saal des Gasthauses Rohrmayer
in Buchhausen welch begnadete Musiker und klasse Entertainer sie sind.
Mit dem Programm anlässlich ihres zehnjährigen Bühnenjubiläums
"A echte Schau" brannten sie ein wahres Unterhaltungsfeuerwerk
ab. Zuhörer aller Altersklasse zeigten sich restlos begeistert
von toller Musik und spritzigem Humor.
Mit etwa einhundert Zuhörern war der Saal zwar nicht ganz ausverkauft,
aber es wurde sowohl für das Publikum wie auch für die Künstler
wieder ein toller Abend. Treml/Schuier sind keine Unbekannten in Buchhausen,
war dies doch schon der dritte Auftritt seit 2006 und so war Hubert
Treml doch etwas überrascht als sich mehr als die Hälfte
der Besucher als solche outeten die das Duo noch nie gehört hatten.
Doch auch diese Zuhörer kapierten schnell dass das Programm der
Musikpoeten von der Einbindung des Publikums lebt. So wurden auch
diesmal wieder die Zuhörer zum Bestandteil des Konzerts indem
sie mit Schnippen, Klatschen und Stimme als zusätzliches Instrument
fungierten. Im ersten Teil ihres Programms
widmeten sie sich den Beatles. Mit Ohrwürmern vom "Spiegelei"
(nach Hubert Treml der ursprüngliche Titel von "Yesterday")
über das "pieslgelbe Unterseeboot" (yellow Submarine)
bis zum unvermeidlichen "Obladi Oblada" boten die beiden
ein mit Phantasie und Ironie durchsetztes kabarettistisches Potpourri
der legendären Stars aus Liverpool. Dazu drückten die tragikomischen
Geschichten von den Balkon-Beatles, vom "Binner Michl" und
vom "Mani dem Sani" auf die Lachtränendrüsen des
Publikums. Aber auch die Tatsache dass sich das Duo bei der Anreise
nach Buchhausen verfahren hatte - sie fuhren auf der neuen B 15 bis
Neufahrn durch - oder auch Kommentare aus den Zuschauerreihen wurden
ohne Verzögerung mit in das mitreißende Showprogramm im
unverwechselbaren Stil eingebaut. Die Napoleon-Schützen, als
Veranstalter des Abends, gratulierten Treml/Schuier dann in der Pause
mit einem Geburtstagskuchen auf dem mit zehn Kerzen brannten, zum
Bühnenjubiläum. Den zweiten Teil des Abends gestaltete das
Duo als Wunschkonzert ganz im Sinne des Publikums. Hier durften natürlich
die Treml/Schuier Klassiker "Draah di und schrei" (Twist
and Shout), " Feier" (Fire) und auch "Hungriges Herz"
(Hungry Heart) nicht fehlen. Nach zwei Stunden Powerprogramm wurde
es für die Gruppe schwierig den Begeisterungslevel des Publikums
zurückzufahren und die immer wieder einsetzenden Zugabe-Rufe
verstummen zu lassen. Trotz aller Comedy im Programm ließen
die Texte von Treml/Schuier die Ernsthaftigkeit der Lieder nicht überhören
die doch des Öfteren Herz und Seele der Zuhörer berührten.




Sternsinger
Am Samstag 7. Januar zogen die Sternsinger in Buchhausen durch das
Dorf um die Botschaft der Geburt des Herrn zu verkünden. Festlich
gekleidet als die drei Weisen aus dem Morgenland, begleitet vom Sternträger,
gingen die Ministranten von Haus zu Haus um den Bürgern den Frieden
und Segen Gottes zu wünschen. Dies gestaltete sich an diesem
Tag für die Kinder gar nicht so einfach, immer wieder mussten
sie auf ihrem Weg durchs Dorf mit stürmischen Winden und Schneetreiben
kämpfen. Mit Kreide schrieben sie den Segensspruch 20 C+M+B
12, was so viel bedeutet wie, Christus segne diese Wohnung
über die Eingangstüren. Mit ihren Versen und Gesängen
sammelten auch die Ministranten Spenden die Not leidenden Kindern
in der ganzen Welt zu Gute kommen. Das Leitwort der Heurigen 54. Sternsingeraktion
lautet Klopft an Türen, pocht auf Rechte!, Beispielland
ist Nicaragua wo Kinderrechte von vielen mit Füßen getreten
werden. Aber nicht nur Kinder in den Projekten in Nicaragua profitieren
vom Einsatz der kleinen und großen Könige in Deutschland.
Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und
Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser, Nahrung
und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten,
in Flüchtlingslagern oder ohne ein festes Dach über dem
Kopf aufwachsen Kinder in rund 110 Ländern der Welt werden
jedes Jahr in Projekten betreut und versorgt, die mit Mitteln der
Aktion unterstützt werden. rb-
(vo.li.n.re.) Bianca Sporer, Christian Lederer,
Sina Kammermeier und Michael Geiger zogen als Sternsinger durch Buchhausen
Strohschießen der Napoleon-Schützen.
Am Feiertag Hl. Drei Könige trafen sich die Napoleon-Schützen
im Gasthaus Rohrmayer zum Packerlschießen- zuweilen auch als
Strohschießen bezeichnet- dem traditionellen Vereinsauftakt
im neuen Jahr. Schützenmeister Karlheinz Beck zeigte sich erfreut
von der Teilnehmerzahl, an dieser Veranstaltung die in erster Linie
dem Zwecke des gesellschaftlichen Miteinanders verbunden mit dem Schießsport
dient. Diese lag heuer einiges über dem des letzten Jahres. Geschossen
wurde wieder auf Glücksscheiben um auch den weniger geübten
Teilnehmern die Chance zu geben einen der vorderen Ränge zu erreichen.
Jeder Teilnehmer brachte ein Packet in vorgegeben Wert mit, die dann
gemäß der Platzierungen ausgepackt werden durften. Die
Siegerliste präsentierte sich diesmal ziemlich ausgewogen zwischen
aktiven und nichtaktiven Schützen. Die höchste Punktzahl
erreichte Jungschütze Tobias Kellerer, er durfte als erster sein
ausgesuchtes Paket öffnen. Um an den Inhalt zu kommen musste
der ein oder andere Teilnehmer ganz schön viel Papier entfernen.
In fast alle Pakete waren Speisen gepackt und so ließen die
Teilnehmer den Abend mit einer deftigen Brotzeit ausklingen.



Redaktion und Bilder: Robert Beck -6. Jan 2012